„Mit meinen beinahe 80 Lebensjahren ziehe ich mich aus der aktiven Vorstandsarbeit des Elisabethpfad e.V. zurück,“ sagte Arno bei der Mitgliederversammlung. „Irgendwo ist da eine Grenze und ich möchte jetzt kleinere Schritte machen.“
„Allerdings: ich werde nicht Nichts machen,“ verspricht er. „Ich bleibe weiter engagiert in der Wegepflege des Elisabethpfad 1. Dort sind in letzter Zeit einige neue Wegepfleger und Wegepflegerinnen aufgetaucht, die sich engagieren wollen. Die werde ich anlernen und begleiten."
Außerdem verspricht er, sein Engagement als Urlaubs- und Krankheitsvertretung im Versand des Pilgershops weiter zu führen. So ist er weiter bereit, dabei zu helfen, dass Pilgershopkunden und Suchende immer einen kompetenten Ansprechpartner finden und sich gut beraten und versorgt auf ihren je eigenen Pilgerweg machen können.
Von den „Nuller Jahren“ an war Arno zusammen mit seiner Frau Doris zuerst Teilnehmer und dann aktiver Pilgerführer. Auf vielen Jakobsweg-Pilgerschaften sammelte er einen reichen Schatz an Erfahrungen, den er sehr gerne bereit war, weiterzugeben und zu teilen. Er hielt Vorträge über seine Pilgertouren und begann in seinem Heimatort die Infrastruktur für Pilgerinnen und Pilger zu verbessern. Die Kirchengemeinde wurde durch seine Vermittlung Mitglied im Elisabethpfad e.V.. Er eröffnete und betreibt seitdem eine kleine Pilgerherberge und regte an, dass am Ortseingang und am Ortsausgang Pilgerrastplätze eingerichtet und gepflegt wurden. Als Küster der Kirchverser Kirche öffnete er die Kirche für Pilger und gab ihnen bei einer Führung Einblick in die Geschichte des christlichen Glaubens am Ort.
Nach und nach übernahm er Wegepflegearbeiten auf der gesamten Strecke des Elisabethpfad 1 und führte immer wieder neue Menschen darin ein, einen Teilabschnitt des Weges in der Pflege zu übernehmen.
Rund um Wetzlar führte er jahrelang Tagespilgerwege. Größere geführte Pilgerwege waren bald ohne seine Hilfe nicht mehr denkbar. Kochen, Begleitfahrzeug fahren, Wegfindung für die Gruppe organisieren. Und beim gemütlichen Teil abends nach der Abschlussrunde und dem Abendgebet führte er Heinz Erhardt Gedichte und Szenen auf, die alle zum Lachen brachten.
Die Leitung des Vereins hat er dann selbstverständlich übernommen, als der 1. Vorsitzende in 2017 krankheitsbedingt für fast ein ganzes Jahr ausfiel. Das war großartig und kein bisschen selbstverständlich. Herzlichen Dank.
Arno hielt den Kontakt zum Oberhessischen Gebirgsverein, der Mitte der 90-iger Jahre den Elisabethpfad von Marburg zum Kloster Altenburg als Erinnerungsweg an die Heilige Elisabeth zusammen mit dem Wanderpädagogen Rainer Brämer ins Leben gerufen hatte. Auf diese Weise könnten Markierungsfragen einfach geklärt werden und Veränderungen am Wegeverlauf durch Straßenbauprojekte gemeinsam besprochen werden.
Als kleines Dankeschön überreichte ihm seine Nachfolgerin im Amt, Gisela Will, einen schönen Gutschein und natürlich Blumen. Die Mitglieder spendeten einen lang anhaltenden Applaus.
Und nun: noch'en Gedicht (von Heinz Erhard): „Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit.“
Und noch eins: „Ich danke für die schöne Zeit, zu Neuem bin ich stets bereit!“
Und nooch eins: „Das Schönste hier auf Erden ist, wenn man bedankt und ehrlich ist.“
Danke, Danke, Danke, lieber Arno für Alles! Der Segen möge vor und hinter Dir sein, unter, über und in Dir. Er möge Dein Herz berühren und Dein Lächeln beflügeln. Danke, lieber Arno. Dein Elisabethpfad e.V.

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