22.3.09: Eröffnung der Pilgersaison 2009
Marburg. Rund 120 Menschen waren am Sonntag in die Elisabethkirche gekommen, um bei einem Pilgergottesdienst die Pilgersaison 2009 zu eröffnen und einen ganz persönlichen Segen für ihr Unterwegs-Sein zu empfangen.
Der Verein Elisabethpfad e.V. hatte den Gottesdienst gemeinsam mit der Elisabethkirchengemeinde vorbereitet. Die drei bisher ins Leben gerufenenen Elisabethpfade spielten in dem Gottesdienst eine Rolle. Aber ebenso begrüßte Pfarrer Bernhard Dietrich „all Jene, die auch im Alltag auf den unterschiedlichsten Lebens-, Glaubens- und Pilgerwegen unterwegs sind.“ Deshalb stand der Gottesdienst auch ganz im Zeichen des Aufbruches und des Wandels. Pilgern müsse, so Dietrich, nicht grundsätzlich eine definierte Pilgerreise auf einem der zahlreichen Pfade in ganz Europa sein. Pilgern bedeute ebenso, aus gewohnten Strukturen aufzubrechen und etwas Neues zu wagen.
Und so mischten sich unter die Elisabethgemeinde-Mitglieder auch einige Gottesdienstbesucher mit Wanderschuhen und wind- und regenfester Kleidung und konnten aus eigener Erfahrung dem beipflichten, was Pfarrer Paul Martin Clotz in seiner Predigt vom Pilgern erzählte. Denn Clotz, auch bekannt als „Pilger-Paul“ hat schon einige Pilgerwanderungen unternommen, oft gemeinsam mit anderen und kennt sie, die Stunden, die alles andere als angenehm sind- wenn das Gepäck schwer und der Weg lang wird, der Himmel alle Schleusen geöffnet und man selbst sich verlaufen hat. Solche Situationen kenne jeder, der unterwegs sei, so Clotz und das sei wohl ein wichtiger Grund, warum in Pilgergruppen eine erstaunlich friedliche Atmosphäre herrsche, obwohl dort ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Vorstellungen aufeinanderträfen. Denn, so der Pilger-Pfarrer: „Alle haben den gleichen Weg zurückzulegen, alle das gleiche schwere Gepäck zu tragen- da bleibt keine Zeit für Streit und Meinungsverschiedenheiten, sondern n ur die Freude, es geschafft zu haben!“


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